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Der 30-jährige Krieg

Der 30-jährige Krieg von 1618-48 währender Kampf zwischen dem universalstaatlichen habsburgischen Mächteblock (Österreich-Spanien) und einer nationalstaatlichen europäischen Mächtegruppierung, meist unter der Führung Frankreich

  1. Böhmischer Krieg (1618-20), ausgelöst durch den böhmischen Aufstand gegen die habsburgische Herrschaft (Prager Fenstersturz), der von Ferdinand II. und der katholischen Liga niedergeworfen wurde (Schlacht am Weißen Berg). 
  2. Pfälzisch-deutscher Krieg (1621-25) zur Eroberung der Kurpfalz durch spanische und ligistische Truppen. 
  3. Niedersächsisch-dänischer Krieg (1625-29), hervorgerufen durch das Eingreifen Dänemarks, das England und die Niederlande gegen den Kaiser mobilisierte; führte zur Eroberung Norddeutschlands (Protestantische Union) durch kaiserliche und ligistische Truppen: 1629 Höhepunkt der kaiserlichen Macht. 
  4. Schwedischer Krieg (1630-34), ausgelöst durch das Eingreifen Gustav II. Adolf; Vordringen der Schweden nach Süddeutschland. 1632 Schlacht bei Lützen, Adolfs Tod; 1634 Ermordung Wallensteins; Schlacht bei Nördlingen. Der Prager Sonderfriede (1635) schien den Schluss zu setzen, wurde jedoch illusorisch durch offenes Eingreifen Frankreichs.
  5. Schwedisch-französischer Krieg (1635-48) zur Eindämmung der kaiserlichen Macht; ließ den Krieg bis zur Erschöpfung aller Kriegsparteien gehen. 1648: Abschluß des Westfälischen Friedens.
    Furchtbare Verwüstungen Deutschlands, zerstörte den Großteil der Produktivkräfte und warf es in seiner Entwicklung weit hinter die anderen europäischen Länder zurück.

Erarbeitet von Alexander Hinz Quelle: Meyers Neues Lexikon, 1971-1977

 
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