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Grodziec

GröditzburgDie erste bestätigte Erwähnung der Gröditzburg stammt von der Papstbulle von Hadrian dem IV. vom 1155. 1175 gab hier der Fürst Bolesław Wysoki (Boleslaw der Große) den Zisterziensern aus Lubiąż das Privileg.

In Zeiten seines Nachfolgers – Henryk Brodaty (Heinrich der Bärtige) – wurde die hölzerne Burg durch die gemauerte Burg ersetzt. Die Stiftung der Schlosskirche verdanken wir der hl. Hedwig. Im XVI. Jh. und zum Teil im XV. Jh. war das Schloss das Besitztum der ritterlichen Geschlechts Busewoy. Zur Zeit der Hussitenkriege wurde der Bau von den Hussiten ausgeplündert.

Im Jahre 1470 kaufte ihn der Liegnitzer Fürst Friedrich der I. zurück. Den von ihm eingeführten Maurermeistern aus Breslau, Liegnitz und Görlitz verdanken wir die heutige Struktur des Schlosses.

Nach dem Tod des Fürsten setzte man die Arbeiten in Auftrag seines Sohnes Friedrich des II. fort. Dank dessen wurde die Gröditzburg eine der schönsten Gotisch – Renaissanceresidenzen in Schlesien. Am Ende dieser Arbeiten fand die Hochzeit des Fürsten mit der Fürstin Sofia von Hohenzollern statt. Aus diesem Anlass organisierte man im Schloss die Hochzeitsfeier und das berühmte Ritterturnier.

Zur Zeit des 30jährigen Krieges wurde das Schloss von Truppen vom Fürsten Albrecht Wallenstein verbrannt. Da die Zerstörung sehr groß war und die Burg keinen größeren militärischen Wert hatte, traf man die Entscheidung, ein Teil in die Luft zu sprengen.

Im XVII. Jh. und XVIII. Jh. Versuchte man die Gröditzburg wiederaufzubauen. Doch erreichte man keinen größeren Erfolg. Erst 1800, als der Besitzer der Burg der Reichsfürst Heinrich der VI. von Hochberg aus Fürstenstein wurde, hat man sich ernster mit der Renovierung beschäftigt. Kurze Hindernisse wurden durch napoleonische Zeiten verursacht, aber schon in den 30iger Jahren des XIX. Jh. wurde das Schloss von vielen Touristen besichtigt. Damals gilt es als erste europäische Sehenswürdigkeit, die zu touristischen Zielen bestimmt wurde.

Grundsätzlich begann man den Wiederaufbau im Jahre 1900. Der damalige Besitzer der Burg hieß Baron Dr. Willibald von Dirksen. Er trug dem damals bekanntesten Architekten – Bodo Ebhardt die Bearbeitung des Projekts und die Aufsicht der Arbeiten auf. Einer der Gäste war hier zur Zeit der festlichen Öffnung 1908 Kaiser Wilhelm der II.

Später gab man das Schloss dem Schlesischen Verein der Geschichtsliebhaber weiter. Ab jetzt diente die Burg als Museum, Restaurant und touristische Herberge. 1945 stand das Schloss mit seiner Teilausrüstung in Brand. Zurzeit versuchen die Gemeindebehörde und der neue Kastellan der alten Piastenburg ihr ehemaliges Aussehen wiederzugeben.

 
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